VMT Plug und Pad Detection

Unterbodenprüfung für Stopfen und Klebepads
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VMT Plug und Pad Detection
VMT Plug & Pad Detection ist ein Bildverarbeitungssystem, das die Verschlusselemente am Fahrzeugunterboden in der Lackiererei prüft. Geprüft werden Stopfen und Klebepads auf Anwesenheit, Position und Typ – zu 100 % im laufenden Produktionstakt und verknüpft mit der Ident-Nummer der Karosse. Das System ersetzt die manuelle Sichtkontrolle und stellt sicher, dass kein fehlendes oder falsch platziertes Verschlusselement die Lackierstraße unentdeckt verlässt. Die Applikation prüft inline im Durchlauf der Fördertechnik oder stationär Ihr Fahrzeugunterboden.

Unterboden

Alle Verschlusspunkte am Fahrzeugunterboden in einem Prüfvorgang

Lückenlos

Jede Karosse im laufenden Produktionstakt statt Stichprobe

Herstellerneutral

Ein Detektionsansatz für unterschiedliche Karossen und OEMs

How it works

Rezept und Prüfplan
Die Anlagensteuerung übergibt vor jedem Takt Fahrzeugtyp, Optionsbits und Ident-Nummer. VMT Plug Detection aktiviert daraufhin den zugehörigen Prüfplan. Nicht belegte Löcher werden über die Optionsbits abgewählt und liefern ein Gut-Ergebnis ohne Prüfung. Je Fahrzeugtyp existiert genau ein Prüfplan; der Typwechsel wirkt vor der nächsten Messung. Die Prüfpunkte werden vorab aus den CAD-Daten der Karosse abgeleitet und als Suchbereiche im Prüfplan angelegt. Der Aufwand für die Inbetriebnahme neuer Fahrzeugtypen sinkt dadurch deutlich
Erkennung am Unterboden
Je Prüfposition nimmt eine 2D-Kamera ein Bild des Unterbodens auf. Ein Deep-Learning-Modell erkennt und klassifiziert darin die Elemente in den Klassen Pad, Plug und Loch. Die Klasse Loch entspricht einer sichtbaren Öffnung ohne Verschlusselement und führt unmittelbar zur NOK-Entscheidung. Geprüft wird je Element Anwesenheit, Position relativ zu einem festen Referenzmerkmal und Typ. Die Positionsprüfung dient ausschließlich der Platzierungskontrolle. Es wird nicht metrisch vermessen und nicht kalibriert – Größe und Typ leitet das System aus KI-Klasse und Bounding-Box ab.
Ergebnis und Dokumentation
Das System liefert eine fail-safe OK/NOK-Entscheidung an die SPS: ein fehlendes Element ist immer NOK und fällt nie auf ein Gut-Ergebnis zurück. Zusätzlich stehen die Statussignale Messung läuft, System bereit und Watchdog an. Die Ergebnisdarstellung erfolgt als Unterboden-Schema, dem sogenannten Butterfly-Diagramm. Jeder Prüfpunkt erscheint grün für in Ordnung, rot für fehlend oder falsch und grau für nicht im Rezept enthalten. Jedes Ergebnis ist über die Ident-Nummer abrufbar. Langzeitbestand des Archivs sind Berichte, nicht Rohbilder.
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How it works

Software & Usability

Bedienung
Bedienoberfläche ist das Butterfly-Diagramm des Unterbodens auf Großmonitor, ergänzt um Klartext-Fehlermeldungen und die überlagerte Darstellung von Ist- und Soll-Position. Die Darstellung ist verschiebbar und zoombar. Ausgelegt für Bediener ohne Bildverarbeitungskenntnisse. Verfügbar in Deutsch und Englisch.
Benutzerverwaltung und Dokumentation
Rollenbasierte Zugriffsebenen trennen Ansicht, Bedienung und Parametrierung. Jeder Eingriff und jede Parameteränderung wird mit Zeitstempel und Benutzer protokolliert. Eine Statistikansicht zeigt IO/NOK-Zahlen und NOK-Rate je Prüfpunkt über wählbare Zeiträume, mit CSV-Export für die Qualitätsauswertung.
Konfiguration und Parametrierung
Der Betreiber arbeitet im Operator-Mode: Prüfbereiche und Vorpositionen verschieben, Erkennungsschwellen anpassen, Prüfumfänge an- und abwählen. Prüfpläne lassen sich exportieren und an anderen Standorten importieren; angepasst werden dort nur die kameraspezifischen Parameter, die Prüfpunkt-Koordinaten bleiben erhalten. Das Nachtrainieren der KI-Modelle ist ausschließlich VMT-Tätigkeit und im Bedien-UI bewusst nicht zugänglich. Das sichert reproduzierbare Erkennungsleistung über die Anlagenlebensdauer. Softwareplattform ist VMT MSS.
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Software & Usability

Hardware

Kamera und Beleuchtung
2D-Industriekameras mit PoE, je Kamera eine dedizierte, einzeln steuerbare LED-Flächenleuchte. Monochrom als Standard. Farbkameras dort, wo die Materialprüfung von Klebepads aktiv ist – Alu- und Kunststoffpads sind monochrom nahezu nicht unterscheidbar. Kameraanzahl und Positionen ergeben sich aus Karossentyp und Prüfumfang und werden projektspezifisch ausgelegt.
Durchlauf oder stationäre Prüfung
Beide Ausführungen nutzen dieselbe Systemplattform und dieselben KI-Modelle und unterscheiden sich allein im Hardware-Konzept. Bei der Prüfung im Durchlauf sind die Kameras fest an der Fördertechnik angeordnet und die Aufnahme wird durch die Anlagensteuerung getriggert. Bei der stationären Ausführung erfolgt die Aufnahme an einer definierten Halteposition, was zusätzliche Prüfpositionen und Perspektiven zugänglich macht. Die Auslegung erfolgt projektspezifisch nach Karossentyp, Prüfumfang und Platzverhältnissen in der Linie.
Systemplattform und Peripherie
Industrie-IPC mit VMT MSS im normgerechten Schaltschrank, von außerhalb der Prüfzelle zugänglich, mit Remote-Zugang für den VMT-Service. Anbindung über natives PROFINET, nicht über Gateway. Alle Komponenten im Applikationsbereich mindestens IP54. Backup und Restore über die Oberfläche oder als geplante Aufgabe. Ein Bypass-Modus setzt das System vollständig inaktiv, meldet den Zustand an die SPS und lässt die Fördertechnik ungeprüft weiterlaufen.
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Hardware

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