VMT FiberGeometryCheck ist ein Bildverarbeitungssystem zur automatisierten Vermessung der Fasergeometrie in der Dialysefilterproduktion. Das System erfasst Wandstärke, Rundheit und Innendurchmesser der Hohlfasern sowie Faserdeformationen und vermisst die Geometrie des Filterendes. Die Messwerte werden je Prüfobjekt dokumentiert und gegen hinterlegte Grenzwerte bewertet. Die Standardausführung arbeitet inline in der Produktionslinie und vermisst die Geometrie des Filterendes im Linientakt. Als Ausbaustufe steht ein vollautomatischer Prüfplatz für die Stichprobenvermessung einzelner Fasern zur Verfügung: Mikroskopoptik auf einer X-Y-Verfahreinheit, die die Probe abfährt und die Einzelbilder zu einem Gesamtbild zusammensetzt. Beide Ausführungen nutzen dieselbe Systemarchitektur und denselben Software-Core. VMT FiberGeometryCheck ist bei Herstellern von Dialysefiltern mehrfach im Serieneinsatz.
Mikrometergenau
Wandstärke, Rundheit und Innendurchmesser der Hohlfaser in einem Durchgang
Reproduzierbar
Messwerte unabhängig von Bediener und manueller Sichtprüfung
Skalierbar
Von der Inline-Vermessung am Filterende bis zum Laborprüfplatz für Einzelfasern
How it works
Probenzuführung und Prüfplanwahl
Inline wird der Dialysator von der Linie in die Prüfposition übergeben. Am Laborprüfplatz wird die Faserprobe eingelegt und gespannt. Der Prüfplan bestimmt Messaufgaben, Sollwerte und Toleranzen je Produkttyp. Ein Wechsel des Produkttyps erfordert keine mechanische Umrüstung.
Bildaufnahme und Vermessung
Am Filterende erfassen mehrere Kamerastationen die Schnittfläche, ergänzt um perspektivische Ansichten für die Geometrie des Filterendes. Am Laborprüfplatz fährt die Mikroskopoptik die Probe über die X-Y-Achsen ab; die Einzelaufnahmen werden zu einem hochauflösenden Gesamtbild zusammengesetzt. Ausgewertet werden Wandstärke, Rundheit und Innendurchmesser jeder erfassten Faser sowie Deformationen der Faserquerschnitte.
Ergebnis und Dokumentation
Jede Faser wird gegen die hinterlegten Grenzwerte bewertet, das Prüfobjekt als OK oder NOK klassifiziert. Messwerte werden im Kamerabild eingeblendet und mit dem Bild archiviert. Inline erfolgt die Ergebnisübergabe an die Linie über die Anlagensteuerung, am Laborprüfplatz die Ausgabe als Messprotokoll. Die Dokumentation ist damit ohne manuelle Nachbearbeitung auditfähig.
01
How it works
Software & Usability
Bedienung
Bedienung über die VMT-IS-Oberfläche am Systemrechner. Prüfplanwahl, Livebild und Messergebnis liegen auf einer Ebene. Messwerte und Fehlermerkmale werden direkt im Kamerabild eingeblendet, NOK-Merkmale farbig markiert. Damit ist die Ursache eines NOK-Befunds ohne Bildnachbewertung erkennbar.
Benutzerverwaltung und Dokumentation
Rollenbasierte Benutzerverwaltung mit getrennten Rechten für Bedienung, Einrichten und Administration. Änderungen an Prüfplänen und Parametern werden protokolliert. Messwerte und zugehörige Bilder werden archiviert und bleiben je Prüfobjekt zurückverfolgbar. Audit Trail und rollenbasierte Rechtevergabe unterstützen die Anforderungen nach 21 CFR Part 11; der Software-Core ist auf regulierte Medizinproduktfertigung nach ISO 13485 und MDR ausgelegt.
Konfiguration und Parametrierung
Messaufgaben werden je Merkmal mit Sollwert und Toleranz parametriert, die Umrechnung von Pixel auf Millimeter über einen Kalibrierfaktor aus vermessenen Musterteilen. Neue Produkttypen werden als zusätzlicher Prüfplan angelegt. Parametrierung und Grenzwertsetzung erfolgen ohne Programmierung. Konfiguration und Prüfpläne sind über eine Backup-Funktion sicherbar und wiederherstellbar. Ausblick: Künftig läuft VMT FiberGeometryCheck auf VMT ONE, der neuen Softwareplattform von VMT – mit unverändertem Funktionsumfang und höherer Performance.
02
Software & Usability
Hardware
Kamera und Beleuchtung
Hochauflösende monochrome Flächenkameras, ausgelegt auf die Auflösung der einzelnen Faserwand. Am Filterende arbeiten mehrere Kamerastationen im Verbund, zwei davon perspektivisch für die Vermessung der Filterendgeometrie. Die Beleuchtung ist auf kontraststarke Abbildung der Faserkanten abgestimmt. Kamera-Selbsttests auf Schärfe und Beleuchtungsintensität überwachen die Aufnahmequalität im Betrieb.
Optik und Achsmechanik
Prägendes Element der Ausbaustufe ist die Mikroskopoptik auf einer X-Y-Verfahreinheit. Sie erlaubt die Auflösung der Faserwand bei gleichzeitiger Abdeckung der gesamten Probenfläche über Bildfeldkachelung. Aufnahmepositionen sind als Kamerapositionen hinterlegt; die Bildaufnahme erfolgt erst bei erreichter Achsposition. Der Prüfplatz ist als geschlossener Automat ausgeführt.
Systemplattform und Peripherie
Industrie-PC VMT IPC als Systemplattform, Software VMT IS. Mehrkamerasysteme arbeiten als Verbund mit zentraler Ergebnisauswertung und einer einzigen Schnittstelle zur Anlagensteuerung. Anbindung an die Linie über die Steuerungsschnittstelle der Produktionsanlage. Optional USV, Drucker und KVM-Switch.
03
Hardware
Unser Team meldet sich in Kürze
KURZE REAKTIONSZEITEN
TECHNISCHE EXPERTISE & SUPPORT
LÖSUNGSORIENTIERT
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